46. Scheersbergtreffen der LAG Folk vom 3. - 5 Juni 2022 mit dem Thema „Finistère/Penn ar Bed" - Musik vom Ende/Anfang der Welt – Musik aus der Bretagne“

Nachdem wir in den letzten beiden Jahren unser Scheersberg-Familientreffen leider immer wieder absagen mussten, soll jetzt in 2022 endlich die Premiere mit bretonischer Musik auf dem Folktreffen erfolgen.

 

Die bretonische Halbinsel ragt so weit in den Atlantik hinein, dass es für die einen der Anfang der Welt war (bretonisch Penn ar Bed) oder das Ende der Welt (französisch Finistère) und in dieser Region in Frankreich hat sich aufgrund dieser Randlage die bretonisch-keltische Kultur mit ihrer Sprache, Musik und Tanz recht gut erhalten. Europaweit brachte besonders Alan Stivell mit seinem Harfenspiel die Bretagne in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts wieder ins Bewußtsein und löste eine Renaissance der bretonischen Musik aus, die bis heute anhält. Sein Hit des bretonischen Trinkliedes „Son ar chistr“ kennt hier bei uns fast jeder als „Was wollen wir trinken“. Bretonische Tanzmusik ist hier bei uns eigentlich schon recht bekannt, nicht zuletzt durch die bretonische Tänze im Balfolk, wie Andro oder Gavotte. Trotzdem hatten wir noch nie Musiker aus der Bretagne hier beim Folktreffen, aber jetzt ist es uns gelungen mit Marthe Vassallo eine der besten Sängerinnen der Bretagne zu engagieren, die mit Gilles Le Bigot (Gitarre) und Jean-Michel Veillon (Querflöte) noch zwei exzellente Musiker der Bretagne mitbringt. Ergänzt wird dieses Trio von der jungen Band „War-Sav“ (Steh auf !), die mit großem Engagement in der Bretagne zu den Tanzabenden (Fest Noz) aufspielt. Elouan Le Couls (Geige), Korentin Le Davay (Gesang), Mathieu Messager (Bombarde), Quentin Guillou (Akkordeon) und Camille Bossard (Gitarre) spielen seit 2011 auf den großen Tanzbühnen der Bretagne. Sie sind wunderbare Vertreter für die junge Szene der traditionellen Musik in der Bretagne, die nicht über Nachwuchsprobleme klagen kann. Sie waren ebenso wie das Trio Vassallo/Le Bigot/Veillon noch nie in Deutschland und so ist es nicht nur für uns eine Premiere, sondern auch für sie. Da beide Gruppen sehr viel zum Tanz aufspielen, wird das Abendkonzert am Sonnabend dann auch ein Tanz-Konzert werden, bei dem im hinteren Teil des Saales ausgiebig getanzt werden kann. Natürlich werden diese Musikerinnen und Musiker auch wieder Werkstätten anleiten, nämlich drei Ensemblewerkstätten, eine Werkstatt für Gesang, eine Werkstatt für Geige und als Besonderheit dieses Mal eine Werkstatt für Gitarre und verwandte Instrumente. Diese sechs Werkstätten werden ergänzt durch eine Tanz-Werkstatt für bretonische Tänze mit Ursula Albrecht und Hinrich Langeloh und - wie jedes Jahr - eine Werkstatt für Kind und Kegel, bzw. Folkanfänger mit Jürgen Leo.

 

Das wird wieder ein höchst interessantes Pfingsttreffen mit einem Sprachgewirr aus Französisch, Bretonisch und Englisch, aber die verbindende Sprache der Musik wird alle Sprachbarrieren überwinden.

 

Es steht zu erwarten, dass es voll wird auf dem Scheersberg und daher sei allen eine frühe Anmeldung empfohlen, am Besten über den Scheersberg selbst: info@scheersberg.de

Weiter unten ist der gesamte Folder zum Scheersberg herunterzuladen.

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Die LAG Folk Schleswig-Holstein präsentiert in Kooperation mit dem Hof Akkerboom:

 

Das Volksliedrevival in der BRD und der DDR – eine Lesung/Diskussion mit Musik

 im Hof Akkerboom, Stockholmstraße 159, 24109 Kiel 

 

Die Veranstaltung ist jetzt neu angesetzt worden für Sonntag d. 2. Oktober 2022

von 15 Uhr bis etwa 19 Uhr. Damit ist die Veranstaltung sehr gut positioniert vor dem Tag der Deutschen (Folk)Einheit.

 

Die genaue Besetzung des Podiums steht noch nicht fest, wird hier aber bekanntgegeben.

 

Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet nichts, aber es wird um eine Spende gebeten!

Der Journalist Bernhard Hanneken, seit 1979 Veranstalter im Folkbereich, u.a. auch beim Folkfestival Rudolstadt, hat die Coronazeit genutzt, um sich intensiver mit dem Deutschfolk-Revival in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts zu beschäftigen. Zuhause in der BRD hat er dabei auch die Szene der DDR mitbetrachtet und so ist ein informatives und umfangreiches Buch entstanden, das die Entwicklung der Deutschfolk-Szene in Ost und West bis in die heutige Zeit beschreibt:

„Der Autor untersucht die soziokulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen, beschreibt den Hintergrund von Musikern und Publikum, und analysiert die Abhängigkeiten vom politischen Umfeld. … Die Grundüberzeugungen (in Ost und West) waren gleich: anti-bürgerlich, oppositionell, friedensbewegt, sozial, gegen Atomkraft, für die Emanzipation, alternativ.“ (Klappentext).

 

Das Buch ist zu umfangreich, um es ganz zu behandeln und daher wird es an diesem Nachmittag in erster Linie um die Deutschfolk-Bewegung im Westen gehen und besonders auch hier in Norddeutschland. Dazu haben wir auch musikalische Gäste hier aus dem Norden in der Diskussionsrunde mit Jörg Ermisch und Hanne Balzer von Liederjan, Manfred Jaspers von Moin und Kalle Johannsen vom Dragseth Trio/Duo, die mitdiskutieren, aber auch das eine oder andere Musikstück präsentieren werden, damit die Veranstaltung nicht zu trocken wird. Apropos trocken, so wird es auch eine ausgiebige Kaffeepause geben für einen informellen Austausch unter den Teilnehmer*innen der Veranstaltung. Wir hoffen auf zahlreiche Zeitzeugen der damaligen Zeit und natürlich auch jüngere Menschen, die an Deutschfolk Interesse haben.

 

Die erste Hälfte der Veranstaltung wird eher die Vergangenheit des Deutschfolk-Revivals aufgreifen und wir werden versuchen zu klären, wie es damals zu dem plötzlichen Interesse an unserer eigenen Kultur kam, z.B. die plötzliche Vielzahl von Folkfestivals, auch hier im Norden in Elmshorn, Osnabrück oder Oldenburg. Nach der Pause dann wird es um die Gegenwart gehen, d.h. was gibt es in der Szene momentan, welche Entwicklungen gibt es gerade aktuell, um dann am Ende der Veranstaltung dazu zu kommen, wie wir die kleine Szene mit Interesse an unserer Kultur wieder mehr beleben können.

 

Coronabedingt könnte es knapp werden mit den Plätzen. Je nach gesetzlichen Vorgaben wird sich noch herausstellen, ob es eine 2G oder 3G Veranstaltung wird. Daher sollten Interessierte sich schon mal im Vorwege auf eine Anmeldeliste setzen lassen. Anmeldungen bitte über info@lagfolk.de.

 

 

 

 

Vom 7.-9.10.2022 findet das nächste

Internationale HerbstFolk-Treffen für Kinder und Jugendliche bis 26 Jahren auf dem Jugendhof Scheersberg bei Flensburg statt ! Nähere Informationen dazu gibt es auf dieser Website im Bereich "Jugendfolk"!

 



Broschüre "Folkmusik in Schleswig-Holstein - Portraits und Kontakte 2020"
und die Doppel-CD "Von Küste zu Küste 2020"

 

Zum 30jährigen Jubiläum der LAG Folk Schleswig-Holstein im Jahre 2020 ist eine Neuauflage unserer Broschüre „Folkmusik in Schleswig-Holstein“ veröffentlicht worden. In den vier Jahren nach Erscheinen der letzten Auflage hat sich viel getan, außerdem wollten wir das runde Jubiläum nutzen, um die Musiker, Gruppen und Veranstalter in der LAG einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Vor allem aber vor dem Corona-Hintergrund, der vielen Künstler und Veranstaltern existenzielle Probleme bringt, macht es Sinn, die vielfältigen Tätigkeiten und Angebote unserer Mitglieder  zu  präsentieren. Wir  wollen  zeigen,  dass  die  Folk-Szene  in Schleswig-Holstein noch lebt, dass trotz aller Widrigkeiten noch viele Musiker und Musikerinnen aktiv sind. Als Ergänzung zur Broschüre gibt es die Doppel-CD "Von Küste zu Küste 2020" mit einem musikalischen Querschnitt unserer Mitgliedsgruppen. Die Broschüre und auch die CD sind in unserer Geschäftstelle "LAG Folk, Strandstr. 11, 24235 Stein" zu                                                                                     bestellen.